12. Dezember 2016  00:00

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Dienstverweigerer

Fauler geht's nimmer

Die Verbraucherzentrale NRW deckt auf: immer Ärger mit den Paketzustellern. Endlich kommt die Wahrheit ans Licht - eine Berufsgruppe voller DrĂŒckeberger.

Von Sebastian BauerschÀfer

Toilettenpapier, EiswĂŒrfel und LED-Duschbrause: Alles Überlebenswichtige kommt zu spĂ€t oder wird irgendwo abgeladen. Ein Unding ist das, was sich Hermes und Co. da mit ihren Kunden erlauben!

6500 Beschwerden sind bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen seit einem Jahr eingegangen. Von unpĂŒnktlichen Lieferungen ist da die Rede. Teilweise kommen die Pakete im Wert von mehreren Euro mehrere Minuten, gar Stunden zu spĂ€t an ihrem Bestimmungsort an. „Das kann doch nicht sein", sagt sich Otto Normalverbraucher zurecht und zieht energisch die Jogginghose hoch.

Und so zeigt sich kurz vor Weihnachten die UnfĂ€higkeit einer gesamten Branche die deutsche Tugend Nummer eins einzuhalten: PĂŒnktlichkeit. Denn wer kennt das nicht? Vor anderthalb Minuten einen lĂ€ppischen KĂŒhlschrank bestellt, und schon wieder wartet man und wartet. Unfassbar. „Sendungsverfolgung", der heimliche Sieger beim Unwort des Jahres.

:: „Die paar Stufen!" ::

Warten lassen sie ihre Kunden, diese faulen Fahrer, die dreist versuchen, den kurzen Weg vom Erdgeschoss in den fĂŒnften Stock zu umgehen. Karte rein und weg. Dabei hat man gerade mal zweiundzwanzig Minuten unter der Dusche gestanden, und schon ist er weg, der kleine KĂŒhlschrank oder die winzige, neue Waschmaschine zusammen mit den drei 60 Zoll-Glotzen.

Dabei ist der Kunde doch König, hat fĂŒr den Transport mit 4,95 Euro pro Leichtgewicht nun wahrlich genug gezahlt, um sich nicht auch noch selbst die HĂ€nde schmutzig zu machen. Die Leute im Versand sind einfach viel zu gut bezahlt, von Unsummen wie 8,50 Euro und mehr pro Stunde ist da die Rede. Trinkgeld ist also unangebracht.

Dem Kunden selbst bleibt nur eine Möglichkeit, sich sinnvoll zu wehren: Noch mehr bestellen beim Online-Versandhandel. Es gilt, diesen DrĂŒckebergern endlich einmal Beine zu machen.

:: Einfach online bestellen ::

Wer sich also demnĂ€chst eine Dose Erbsen und Möhren im Supermarkt um die Ecke holen will, der sollte gut darĂŒber nachdenken. Es lohnt sich schließlich immer online zu ordern. Stichwort: Nachhaltigkeit. Zum einen sichert das ArbeitsplĂ€tze und zum anderen fördert es die Gesundheit der Paket-Esel. Ein bisschen Bewegung hat schließlich noch nie jemanden geschadet.



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