08. Dezember 2016  00:00

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Schach

Leistungssport vom Feinsten

Ein Brett, 32 Figuren, 64 Felder- Schach hat sich in den letzten Jahren weg von der Tradition, hin zur anspruchsvollsten Sportart des 21. Jahrhunderts entwickelt. Das dĂŒrfte niemanden mehr ĂŒberraschen.

Von Wiebke Scheffler

Der Deutsche Olympische Sportbund ist die Anlaufstelle in Deutschland, wenn es um Leistungssport geht. Von Kampfsportarten wie Taekwondo, ĂŒber Leichtathletik bis hin zum Ball- und Eissport ist alles vertreten, was der deutsche Sport zu bieten hat. Eine Disziplin stellt jedoch seit Jahren alle anderen in ihren Schatten. Die hohe Kunst des Schachspielens.

Warum Schach ein Sport ist, fragen sich viele. Es ist aber eine Frage, die ĂŒberflĂŒssiger nicht sein könnte. Die Antwort liegt ganz klar auf der Hand. Immerhin werden innerhalb eines Spiels verschiedene Disziplinen miteinander kombiniert. Der Spieler muss Turmspringen, Reiten, Weitsprung und einen Mannschaftssport beherrschen können. Ganze vier Disziplinen! Und nebenbei wird seine Finger- und GesĂ€ĂŸmuskulatur bis an die ultimative Grenze der Belastbarkeit gebracht. Von der Sportlichkeit der Spieler kann sich deshalb jeder MarathonlĂ€ufer, Gewichtheber und Kickboxer eine Scheibe abschneiden.

Vor allem die brillanten ZĂŒge des Norwegers Magnus Carlsen waren in der diesjĂ€hrigen Schachweltmeisterschaft nicht zu ĂŒbertreffen. Vermutlich verhalfen zahlreiche Fitnessriegel, eine ausgewogene ErnĂ€hrung und ein intensives Muskelaufbautraining zu seinem Erfolg. Der Titelverteidiger konnte an seinem 26. Geburtstag ĂŒber eine halbe Millionen US Dollar fĂŒr sich beanspruchen. Um sein Personaltraining und die Premium-Protein-Shakes muss er sich also keine Sorgen mehr machen.

Der Deutsche Olympische Sportbund war sich also relativ schnell sicher- Schach ist nur den fitesten und ausdauerstĂ€rksten Sportlern zuzumuten. Es steht völlig außer Frage, dass sich diese Disziplin in den letzten Jahren zur anspruchsvollsten Sportart des 21. Jahrhunderts etabliert hat.



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