21. November 2016  00:00

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MĂ€nnergrippe

Ein gefÀhrlicher Virus geht um

HandlungsunfĂ€higkeit, Beziehungskrisen, Nahtoderfahrungen - mit MĂ€nnerschnupfen ist nicht zu spaßen.

Von Lara Böckmann

Die kalte Jahreszeit ist da und auch in diesem Jahr wurden bereits einige FÀlle von MÀnnerschnupfen verzeichnet. Die KrankenhÀuser stellen sich darauf ein in den nÀchsten Monaten noch mehr Patienten aufzunehmen. Es ist jedoch schwer vorauszusagen, wie viele der Betroffenen die nötige Behandlung in Anspruch nehmen werden. Die Dunkelziffer bei dieser gefÀhrlichen Krankheit ist noch immer sehr hoch, da sie von der Allgemeinheit meist trivialisiert und nicht ernst genommen wird. Die Betroffenen leiden umso mehr.

“Stell dich nicht so an”, oder “Es ist doch nur ein Schnupfen”, solche SĂ€tze musste sich auch Peter MĂŒller vor einem Jahr anhören, als die Krankheit ihn zeitweise zum Pflegefall machte. “Meine Freundin kĂŒmmerte sich anfangs um mich, doch irgendwann konnte sie mit der Situation nicht mehr umgehen. Sie dachte ich simuliere”, erzĂ€hlt MĂŒller heute, noch immer sichtlich mitgenommen. Sein Schicksal ist leider kein Einzelfall.

Neben den schwerwiegenden Symptomen des MÀnnerschnupfens, wie zum Beispiel hÀufiges Niesen und/oder Husten, leiden die Betroffenen auch unter mangelndem Mitleid von anderen. Gerade Frauen scheinen nicht wahrhaben zu wollen, dass der gefÀhrliche MÀnnerschnupfen nicht mit einem einfachen Schnupfen zu vergleichen ist. Erkrankte sprechen von Schmerzen die stattdessen wohl mindestens mit den Schmerzen einer Geburt vergleichbar sind.

Warum können Frauen also nicht mehr VerstĂ€ndnis fĂŒr das “stĂ€rkere Geschlecht” aufbringen? Schließlich sind sie es doch auch gewohnt, dass MĂ€nner frauenspezifischen Problemen stets mit VerstĂ€ndnis und einem offenen Ohr begegnen. Oder wĂŒrde sich ein Mann etwa ĂŒber die hormonell bedingten Stimmungsschwankungen einer Frau wĂ€hrend ihrer Periode beschweren? Wohl kaum!

Und nur ein wenig mehr MitgefĂŒhl fĂŒr die armen MĂ€nner könnte der Erkrankungswelle schon enorm entgegenwirken. Das wirkungsvollste Mittel gegen MĂ€nnerschnupfen ist nĂ€mlich nachweislich das Mitleid einer weiblichen Person. Ärzte appellieren an das weibliche Umfeld von Betroffenen, ihnen soviel Mitleid wie möglich entgegenzubringen. In den KrankenhĂ€usern mĂŒssen andernfalls weibliche PflegekrĂ€fte fĂŒr diese Aufgabe abgestellt werden.

Wenn die Symptome frĂŒh genug erkannt werden, kann auch eine von einer Mutter oder Großmutter zubereitete Buchstabensuppe einer Verschlechterung des Zustands vorbeugen.



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