10. November 2016  00:00

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US-Wahl

Präsident Trump – die Welt atmet auf

Viele Arbeitsplätze, eine starke Wirtschaft und klare Ansagen. Donald Trump, ein Präsident des kleinen Mannes. Was wollen die US-Bürger denn mehr?

Von Maximilian Werner

„America First“ steht ganz oben auf der Agenda des frischgebackenen Präsidenten. Es wurde auch Zeit, dass jemand die USA wieder "great" macht, nachdem Noch-Präsident Barack Obama die Welt mit seiner Gesundheitsreform geradezu in den Abgrund getrieben hat. Wenn die Wirtschaft erst mal wieder angekurbelt ist und sich niemand mehr für überteuerte Waren aus China interessiert, können die Demokraten das Kriegsbeil mit dem Immobilien-Mogul bestimmt wieder begraben. Die verbalen Ausrutscherchen gehören nun mal zu seiner Person dazu. Das muss man als Opposition schon mal aushalten können. Ein paar kleine Gags am Rande haben noch niemanden umgebracht.

Doch auch in anderen Ländern atmen die Menschen nach der langen US-Wahlnacht auf. Für die Europäische Union findet die einschläfernde TTIP-Diskussion wohl endgültig ein Ende. Mit neuem Ehrgeiz können sich die Regierungen endlich wieder spaßigeren Themen zuwenden, wie zum Beispiel Grenzzäune gegen Flüchtlinge. Auch in Mexiko erntet Trumps Vorhaben einer Mauer an der Grenze viel Zuspruch. „Viele Leute haben sich in der Wüste verlaufen und sind zufällig in den USA gelandet“, erzählt José Rodriguez. „Durch die Mauer wird jeder wissen, wie weit er gehen darf. Wir sagen danke, Herr Trump!“

Doch damit nicht genug der Lobeshymnen für den goldfrisierten Retter der Arbeiterklasse: schon im Wahlkampf setzte er nicht, wie Hillary Clinton, auf eine akribische Vorbereitung vor den TV-Duellen. Trump antwortete wortkarg und aggressiv. Das kam bei den Wählern an. Zum Beispiel wies die Kandidatin der Demokraten die Zuschauer immer wieder auf Trumps angebliche Frauenfeindlichkeit hin. Die Beweise folgten zugleich. Womit Hillary nicht rechnete, waren die überzeugenden Antworten ihres Gegners: „Stimmt nicht, Lügen!"

Donald Trump hat die Zeichen der Zeit erkannt. Es braucht keinen ausgeklügelten Plan, um der mächtigste Mensch der Welt zu werden. Es braucht einen starken Mann, der dem Volk eine rosige Zukunft verspricht, ohne sich mit lästigen Zahlen zu befassen. Und egal, welche Leichen die Lügenpresse noch aus seinem Keller zieht: Er wird sie überleben.



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