07. November 2016  00:00

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Maut

Der Kampf gegen die Wirtschafts-Belgier

Die Maut kommt. Gut so: Der Caravan-Welle muss endlich Einhalt geboten werden.

Von Martin Liebig

Die LĂŒgenpresse kehrte es lange unter den Teppich. Zu lange. Doch nun ist Zeit fĂŒr Wahrheit: die Wohnwagen-Schwemme aus dem Westen, vor allem aus Holland, ist unbeherrschbar geworden.

Eine Caravan-Obergrenze fĂŒr NRW ist unvermeidlich. Und damit auch die Pkw-Maut.

Das Ruhrgebiet ist schließlich nicht der Campingplatz der Welt. Wir können nicht alle Urlauber retten. In der Welt sind Millionen Urlauber unterwegs, sollen die alle nach NRW kommen? Es gilt natĂŒrlich, die Urlaubs-Ursachen vor Ort zu bekĂ€mpfen, in den HerkunftslĂ€ndern, in Holland, Belgien, Luxemburg. Viele Urlauber aber, die sich jetzt als HollĂ€nder ausgeben, sind gar keine HollĂ€nder, sondern Wirtschafts-Belgier, die ihren Pass weggeworfen haben. Und wer jetzt - jetzt! - nicht entschlossen gegensteuert, muss sich wirklich nicht wundern, wenn wir in zwei Jahren luxemburgische Parallelgesellschaften auf den CampingplĂ€tzen am Möhnesee außer Kontrolle haben.

Sie muss also ein Ende haben, die unkontrollierte Einreise junger, lediger, katholischer, belgischer (und also: krimineller!) MÀnner mit Wohnwagen. Alles andere wÀre der Bevölkerung nicht zu vermitteln.

Quintessenz? Die Maut muss her. Und sie kommt. Gut so. Denn sie setzt - ganz Merkel! - an den Urlaubs-Ursachen an.

Denn kein HollĂ€nder wird im Jahre 2018 mehr 20 Euro bezahlen, nur um zum eintĂ€gigen Kurzurlaub nach NRW zu reisen. Prima, denn endlich gilt dann: Keine krachend plappernden HollĂ€nder mehr im Ruhrgebiet! Auch die Belgier werden brav und hart an der Grenze stoppen, anstatt in zwei Kilometern Entfernung zu flanieren: Aachen belgierfrei! Die DĂ€nen fahren nach Schweden statt nach Flensburg. Und die Polen baden dann einfach an der eigenen OstseekĂŒste. Keine Polen mehr im Bundesgebiet (außer die Polen natĂŒrlich, die unsere Alten fĂŒr gĂŒnstig Geld pflegen, weil Polen ja keinen Ekel kennen).

So wird ein Traum wahr: Im vereinten Europa muss sich Deutschland nicht mehr herumschlagen mit Besuchern, die unsere Sprache partout nicht lernen wollen. Oder mit Österreichern.

Und schon kommen sie, die ewig miesepetrigen Kritiker - wir hören ihre nachrangigen Argumente. Ja, na klar: die Maut an sich zahlen irgendwann nur noch die Deutschen, wenn kein Nachbar mehr kommt. Und es ist schon richtig: wir bauen einen neuen, großen, teuren Verwaltungsapparat auf, nur fĂŒr die Maut. Und zugegeben: ökologisch ergibt die Maut keinerlei Sinn. Unbenommen, schließlich: Wir hĂ€tten das Geld ĂŒber die Benzinsteuer auch ganz unbĂŒrokratisch reinbekommen, ohne neue Behörde. Vielleicht wird die Maut ja sogar teurer, nach der nĂ€chsten Wahl.

Wer allerdings so denkt, ist Kleingeist. Denn die hollandfreie FußgĂ€ngerzone in Buer: die ist das Ziel. Und die sollte uns doch nun wirklich 100 Euro im Jahr wert sein.



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