13. Oktober 2016  00:00

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Skandalvideo um Donald Trump

Schlimmer geht immer

Donald Trump steigt mit seinem Skandalvideo auf der Peinlichkeitsleiter mal wieder eine ganze Stufe höher.

Von Daria Delshad-Jooposht

Wir schreiben das Jahr 2016. Eine Zeit, in der die Emanzipation der Frauen lĂ€ngst Fuß bei uns gefasst hat. Eine Zeit, in der Frauen hoch angesehen werden in unserer Gesellschaft – eigentlich. Leider gibt es Kandidaten, die dahingehend heute noch aus der Reihe tanzen und bei denen das immer noch nicht angekommen zu sein scheint. Apropos, Kandidaten – im Jahr 2016 wird auch der neue PrĂ€sident der USA gewĂ€hlt. Okay, hier sind Thema Frau, Kandidat und Frauenansehung in die Waagschale geworfen worden
 Ach ja, da war doch was, oder?!

Ganz genau. Zwei Kandidaten im Kampf um die begehrte PrĂ€sidentschaft einer Weltmacht, darunter eine Frau, feine Sache, und dann noch der Kandidat, dem man am Besten den Kontakt zu Frauen verbieten sollte. Donald Trump - ein Name, der Geschichten erzĂ€hlt. Aber nicht irgendwelche Geschichten . Es sind Geschichten, die fĂŒr die großen Schlagzeilen sorgen. Oder bei dem sich der normale BĂŒrger einfach nur an den Kopf fasst, wenn man ihn hört. Es gibt Momente, in denen es so aussieht, als könnte es gar nicht schlimmer werden. Da geht nichts mehr, mehr Skandal kann doch nicht gehen. Und genau in diesen Momenten haut Mister T. dann doch noch einen raus. Der interessierte WĂ€hler verfĂ€llt in Schockstarre, aus der er sich kaum mehr befreien mag. Verursacht durch ein Video. Von der Aufnahme wusste er nichts. Er dachte, er kann er selbst sein und ließ seinen sexistischen Vorstellungen im Bezug auf seinen Umgang mit Frauen, die er als reicher Macho hat und auch umsetzt, (!) freien Lauf. Er war ganz er selbst. Er kann alles machen was er will mit den Frauen, denn er ist ein Star, sagt er in dem Video, in dem das Auge des Zuschauers zwar nur einen fahrenden Bus sieht, die Ohren aber dafĂŒr die Aufgabe haben, die darin enthaltene skandalöse Tonaufnahme zu verarbeiten. Ob das jetzt bodenlos dumm von Trump war, nicht beachtet zu haben, dass er bei solchen Äußerungen vielleicht aufgenommen wird, wenn mehrere Leute im Bus sitzen, von denen er einige nicht gut kennt, ist eine andere Frage. Entscheidend ist, dass das Video rumgeht. Und zwar ordentlich. Um die ganze Welt. Und das zu einem ganz ungĂŒnstigen Zeitpunkt. Einen Monat vor der großen Wahl schaufelt er sich seine weiblichen WĂ€hlerinnen aus dem Lager. Zumindest einen Großteil der Sympathie, die bei ihm eh wohl schon mickrig klein ist, hat er sich verscherzt. Ein Video von vor elf Jahren, das man mal eben so findet und dann veröffentlicht, so schnell kann es gehen. Dieser Mann will PrĂ€sident der Vereinigten Staaten von Amerika werden. Welche Maßnahmen mĂŒssen die Menschen nach diesem Auftritt von ihm befĂŒrchten, wenn er tatsĂ€chlich PrĂ€sident wird?

Fast zu komisch, dass seine direkte Kontrahentin auch noch eine Frau ist. Die nur darauf brennt, ihm einzuheizen. Es hat schon fast einen Hauch von Ironie. Plötzlich entschuldigt sich der kleinlaute Donald. Und direkt danach attackiert er seine Gegnerin Hillary Clinton und beschuldigt sie mit Taten, die angeblich von ihr nicht in Ordnung waren. Wer kennt es nicht, der ganz einfache „,Und du hast aber
‘-Weg“. Wie gesagt, es gibt immer noch den Moment, in dem man die Peinlichkeit noch toppen kann. Das aktuellste Topping oben drauf: Seine Bitte an die Menschen, doch bitte am 28. November wĂ€hlen zu gehen. Wohl das falsche Kreuzchen im Kalender gemacht. Peinlich peinlich.



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