28. Juni 2016  00:00

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Public Viewing im Ruhrgebiet

DurchnÀsste Deutschlandtrikots

Der Hype ist weg: Viele Public Viewing Events im Ruhrgebiet erreichen nicht die erhofften Besucherzahlen. Die Veranstalter sind unzufrieden, die PlÀtze fast leer.

Von Hatice Kahraman

Dabei erwarten die Veranstalter doch gar nicht so viel. Eine gemĂŒtliche Runde nach spĂ€ten Abendstunden und ein gutes Spiel. Der Rege nieselt dabei auf das Deutschlandtrikot - eine Regenjacke wĂŒrde den schwarz-rot-golden Anblick zerstören. Jeder schwitzend eng einander, der Körpergeruch des Nachbars in der Nase. Menschen unter 1,60 Meter bekommen das Spiel zwar nicht mit, aber dafĂŒr ein Bier fĂŒr unschlagbare fĂŒnf Euro.

Stehen besser als Sitzen

Wer eine gute Sicht möchte, muss zwar zwei Stunden eher da sein, aber kann sich dann schon den DJ anhören - und was gibt es Unterhaltenes als Nachwuchs DJs und ihre Musik zum Spiel?! Viel schöner ist jedoch das Stehen. Denn Stehen war schon immer besser als Sitzen: Wer sucht sich auch schon einen Sitzplatz, wenn es auch einen Stehplatz gibt. Die wildfremden Menschen ringsherum und ihre privaten GesprÀche sind auch viel interessanter als das Spiel.

Betrunkene Fußballfans

Wer will schon Zuhause auf dem trockenen Sofa sitzen, wenn er draußen in der KĂ€lte mitfiebern kann? Es geht doch nichts ĂŒber das gute alte Public Viewing in der Stadt, mit einem durchnĂ€ssten Deutschlandtrikot und betrunkenen Fußballfans. In spĂ€ten Abendstunden dann nach Hause fahren, den Bus verpassen, nach Hause laufen und dann ab ins Bett: Morgen ist wieder ein achtstĂŒndiger Arbeitstag. Aber hey, der Abend hat alles gerettet.



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