15. Dezember 2015  22:03

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Trunkenheit am Steuer

Die Rache der Taxifahrer

Vier junge MĂ€nner wollten nach durchgefeierter Nacht nur noch in ihr warmes Bett. Doch nach dem Discobesuch nahm die Gruppe kein Taxi. Sie fuhren selbst und landeten im Straßengraben. Das schien niemand anderem aufgefallen zu sein. Beim Versuch sich selbst zu befreien, wurde ihnen jedoch ein vorbeifahrender Taxifahrer zum VerhĂ€ngnis.

Von Louis Baack

Diese Situation kann wohl jeder nachempfinden: Man war mit seinen Freunden feiern und alle haben einen ĂŒber den Durst getrunken. Dann kommt die leidige Frage auf, wie man denn jetzt wieder nach Hause kommt. Mit dem Bus dauert es Stunden und mit dem Taxi ist es zu teuer fĂŒr das soeben geschröpfte Portemonnaie.

Genau vor diesem Problem stand auch eine vierköpfige Gelsenkirchener Partycrew am vergangenen Sonntag. Sie entschieden sich jedoch gegen die zwei Möglichkeiten und fuhren selbst. Eine fatale Entscheidung. Den umstehenden Taxifahrern muss das mit Sicherheit ein Dorn im Auge gewesen sein. Sie verdienen mit betrunkenen Idioten schließlich ein Großteil ihres Geldes.

Doch die vier Feierbiester kamen nicht weit. Die launige Partyfahrt endete gegen sechs Uhr abrupt in einem Straßengraben in der Erler Oststraße. Da um diese Zeit kaum jemand Auto fĂ€hrt, blieb dieses Malheur unbeobachtet. Der 22-jĂ€hrige Fahrer gab noch nicht auf und holte einen anderen Wagen um das Unfallauto zu befreien.

Ein vorbeifahrender Taxifahrer beobachtete inzwischen das Geschehen und rief die Polizei. Er muss wohl selbst vor der Disco gestanden haben und sah seine Chance gekommen der Gruppe eine Lektion zu erteilen. Schließlich sollte, seinem Berufsethos nach, kein betrunkener Discobesucher eine Taxifahrt ausschlagen.

Als die Polizei eintraf, gab sich der Unfallfahrer der Taxiindustrie geschlagen. Er machte freiwillig einen Alkohol- und Drogentest. Die Ergebnisse waren nur das SahnehĂ€ubchen auf der ruinierten Partynacht: Stattliche zwei Promille und der Nachweis Cannabis konsumiert zu haben. Der junge Mann wird sich beim nĂ€chsten Discobesuch wohl nicht nochmal dazu hinreißen lassen selber zu fahren. Zu dieser Einsicht ist er wohl schon selbst gekommen, das bevorstehende Strafverfahren hĂ€tte er dazu wohl nicht gebraucht.



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