05. November 2015  00:00

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Krebserregende Wurst

Generation Fleisch

Deutschland ist empört. Das Nationalgericht Wurst ist laut der Weltgesundheitsorganisation WHO krebserregend. Kann etwas das so köstlich ist, wirklich so böse sein? Ein Land, eine Krise.

Von Katharina Schwinning

:: WHO: „Ihr Hunger ist uns Wurst“ ::

FĂŒr die WHO steht fest: Verarbeitetes Fleisch ist vermutlich, eventuell, vielleicht, möglicherweise und auch wahrscheinlich krebserregend. Verarbeitetes Fleisch wurde durch VorgĂ€nge haltbar gemacht, wie zum Beispiel pökeln, rĂ€uchern, kochen oder Ă€hnlichem. Das heißt, dass nicht nur der gekochte Schinken, nein auch der gerĂ€ucherte Schinken und die gekochte Fleischwurst krebserregend sind. Daraufhin sind viele Deutsche nachdenklich in sich gegangen.

:: ZustÀnde wie nach dem Krieg ::

EntfĂ€llt heute das Mittagessen? Was gibt es zum Abendessen? Was ist mit dem so geliebten Mitternachtssnack? Wird Deutschland verhungern? Fragen, die die Welt bewegen und MĂ€gen zum Knurren bringt. Ähnliche ZustĂ€nde herrschten nur nach dem Krieg 1945. Nahrungsmittel waren knapp. 1945/46 aß der Erwachsene Normalverbraucher durchschnittlich 6,4kg Fleisch pro Jahr. Zum Vergleich: Die Deutschen aßen im Jahr 2013 durchschnittlich 60,3kg Fleisch. Da bleibt wohl nur noch die Kartoffel. Deutschland in Bewegung. Kartoffel aufs Brot, da hast was drauf.

:: Nur Rohes ist Wahres ::

Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer. FĂŒr die krebsauslösende Wirkung von unverarbeitetem Fleisch gibt es keinen sicheren Nachweis. Also: ran an die Kuh. Die Buerpott-Redaktion ist sich sicher, dass Bauernhöfe und das Leben auf dem Land nach dieser Nachricht wieder schwer im Rennen sind. Nirgends ist das Fleisch frischer, als auf der grĂŒnen Wiese. So hat die Hysterie um die Lebensmittel doch was Gutes. Endlich mĂŒssen keine Tiere mehr zum Schlachthof, sie können direkt in ihrer heimischen Umgebung das zeitliche segnen. Und auf die Wurst im Darm mĂŒssen wir auch nicht verzichten.



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