29. Oktober 2015  00:00

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Plakat-Kampagne

Gelsenkirchen macht sich frisch

Gelsenkirchen will sein Image aufpolieren und macht sich damit zum Sympathieträger

Von Jana Moysich

Arbeitslosigkeit, Haushaltsloch. In Zukunft soll es vorbei sein mit den negativen Assoziationen wenn der Name Gelsenkirchen fällt. Da es dem Ruhrpott an nichts fehlt ist auch für falsche Bescheidenheit kein Platz. Es wird aufgetrumpft.

“Ohne uns kriegt Ihr’s nicht gebacken”, steht betont lässig auf schönstem Königsblau. Neben dem flockigen Klang und dem urbanen Apostroph fällt besonders die positive Aussage ins Auge. Ohne Gelsenkirchen läuft gar nichts in Deutschland, was sag ich, in der Welt. Was die täglich für uns tun, wird einem ja erst so richtig klar, wenn uns Sätze wie “Ohne uns bleiben die Teller leer” von Plakatwänden entgegen lächeln.

Die Hälfte aller Pumpernickel und Millionen Eiswaffeln werden in Gelsenkirchen produziert. Was würden wir nur ohne tun? Eis aus dem Becher? Kein hartes Brot mehr am Abend? Die Konsequenzen wollen wir uns gar nicht ausmalen.

Think global. Das werden sich auch die Macher der Kampagne gedacht haben. Der Ruhrpott ist nicht genug. Daher wirbt Gelsenkirchen auch in mehrern Großstädten Deutschlands mit den fetzigen Plakaten. Da wird die Start-Up-Metropole Berlin aber bedröppelt drein schauen, bei so viel Wirtschaftskraft und Innovationsgeist.



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