28. Mai 2015  00:00

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Kleiderordnungen bei AbschlussbÀllen

Bloß keine Haut zeigen!

Amerikanische MĂ€dchen beschweren sich hĂ€ufig ĂŒber strenge Kleidervorschriften bei AbschlussbĂ€llen. Dabei ist es gar nicht schwierig, sich an die Vorgaben zu halten.

Von Lara Teschers

Immer wieder ist im Internet zu lesen, dass MÀdchen in den USA bei ihren AbschlussbÀllen rausgeworfen werden. Nein, nicht etwa, weil sie zu besoffen waren, randaliert haben oder wegen anderer kleiner Nichtigkeiten. Sie haben meist etwas viel Schlimmeres angestellt: Sich nicht an den Dresscode gehalten.

:: Kein Ausschnitt und der Saum mindestens bis zum Knie ::

Jede amerikanische Schule hat fĂŒr den Abschlussball Vorschriften, welche Kleidung erlaubt ist und welche nicht. Kein zu tiefer Ausschnitt, kein zu kurzer Saum, keine Aussparungen an den Seiten oder dem RĂŒcken, kein durchsichtiger Stoff
 Und natĂŒrlich noch ein bisschen mehr. Aber hey, das ist doch nichts. Wo ist das Problem? Die paar Regeln sind doch wirklich leicht zu beachten. Schließlich gibt es so viele verschiedene Möglichkeiten im Schnitt von Ballkleidern.

:: Jungen werden provoziert ::

Der Großteil der Kleider, die in den GeschĂ€ften hĂ€ngen, sind absolut regelkonform. Die frömmste Katholikin könnte die meisten Ballkleider zur Sonntagsmesse tragen und wĂŒrde dabei trotzdem keine christlichen Werte verletzen. Warum also schaffen es die Jugendlichen nicht, auf den AbschlussbĂ€llen ordentliche Kleider zu tragen, sondern laufen herum, als gehörten sie dem horizontalen Gewerbe an? Mit solchen freizĂŒgigen Kleidern provozieren sie vor allem mĂ€nnliche GĂ€ste. Die werden bei dem Anblick einer weiblichen Schulter nĂ€mlich richtig heiß und haben nichts Anderes mehr im Sinn, als ĂŒber die Frau herzufallen. Das kann es doch nicht sein, was die MĂ€dchen wollen.

:: Absolute Gleichberechtigung ::

Wenn es so weit ist und die Damen vom Ball verwiesen werden, weil ihr Kleid nicht den Vorschriften entspricht, geht das Geheule los. Das sei ungerecht und sexistisch und so weiter. Aber sexistisch ist es gar nicht. FĂŒr die MĂ€nnerwelt gibt es nĂ€mlich auch ganz strikte Vorgaben. Mindestens genau so viele wie fĂŒr weibliche GĂ€ste: Keine Bermudashorts, keine Flip-Flops, keine Muskelshirts. Daran ist zu sehen, dass Jungs es hier nicht weniger schwer haben, vernĂŒnftige Kleidung fĂŒr den Abschlussball zu finden. DafĂŒr mĂŒssen sie sich sehr beherrschen und konzentrieren, wenn sie eine Regelbrecherin auf dem Fest sehen. Denn so triebgesteuert, wie MĂ€nner nun mal sind, fĂ€llt es ihnen sehr schwer, sich beim Anblick ein StĂŒckchen weiblicher Haut im Zaun zu halten.

Also, liebe amerikanische MĂ€dchen: Wo ist euer Problem? Ihr seid auf keinen Fall benachteiligt gegenĂŒber den Jungs. Und so schwierig ist es doch nicht, die Kleidervorschriften einzuhalten. Zieht einfach einen Kartoffelsack an. Dann ist das DekolletĂ© bedeckt, der RĂŒcken, die Beine bis mindestens zu den Knien und die Schultern auch. Angst vor Übergriffen mĂŒsst ihr dann auch nicht mehr haben. Welcher Typ steht schon auf eine Frau im Kartoffelsack?



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