26. Januar 2015  00:00

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Parlamentswahl in Griechenland

Lasset das Geld fliessen!

Nun also doch: Das LinksbĂĽndnis Syriza ĂĽbernimmt das Ruder in Griechenland. Sparkurs ade, die Griechen packen die Moneten wieder auf den Tisch. Und das ist auch gut so.

Von Jonas Hille

Loslassen, einfach neu anfangen. Zeit für einen Neustart. Denkt sich Alexis Tsipras, Parteichef von Syriza, lässt die Schulden Schulden sein und holt das verstaubte griechische Staatsportemonnaie aus der Kommode. Endlich einer, der sich gegen das Merkelsche Spardiktat wehrt.

Ein wagemutiger Journalist fragt nach dem drohenden Staatsbankrott, auch „Grexit“ genannt. Immerhin schuldet Griechenland den Euro-Ländern rund 240 Milliarden Euro. Allein Deutschland hat 53 Milliarden in den Ring geworfen. Tsipras winkt ab und verspricht, die Sache zu klären. Vielleicht am runden Tisch bei ein, zwei Ouzo. Für gute Freunde versteht sich. Mit den Jungs von der Troika – dem Bündnis aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds – möchte Alexis Tsipras jedenfalls nicht mehr reden. Da ist er eitel. Der 40-Jährige wendet sich lieber direkt an die Regierungen und fordert den Schuldenschnitt. So einen Deal hat er doch im Handumdrehen eingefädelt. Das ging schon früher so, als er bei Schülerprotesten fix die Kuh vom Eis geholt hat.

Er weiß das Vertrauen seines Volkes zu schätzen und lässt prompt Taten folgen: Die WM findet 2022 nicht mehr in Katar, sondern in Griechenland statt. Alexis Tsipras sei Dank. Der Mann hat die Kohle. Gerüchten zufolge ist schon der erste Geldkoffer an den Fifa-Rentner Joseph Blatter gewandert. Eines ist sicher: bei der übernächsten Weltmeisterschaft müssen sich die hochkarätig besetzten Helenen nicht mühsam durch die Qualifikation boxen. Der griechische Fußball atmet auf.

Ein großes Pfund legt das radikale Linksbündnis Syriza in die Ölindustrie. Nein, die atemberaubenden Landschaften Griechenlands verkommen nicht zur überdimensionalen Bohrinsel. Es geht um Olivenöl. Das Zeug gibt’s hier doch wie Sand am Meer. Da ist Potential. Schon heute werden riesige Mengen an Roh-Olivenöl in die EU-Länder exportiert. Noch nie war Kochen so günstig, die Preise fallen weiter in den Keller. An den Zapfsäulen stehen die Köche Schlange.

Der Anfang ist gemacht. Der Kurswechsel eingeleitet. Es geht wieder aufwärts mit der griechischen Wirtschaft. Ein Teufelskerl, dieser Alexis.



Bisherige Kommentare

Francisco   13.02.2016, 15:52:30 Uhr

Madame Catherine Robin: Merci de votre intervention,et je vais tneetr de re9pondre e0 vos interrogations. Tout d abord je ne considere en aucun cas les questions armateurs et eglise comme taboues,bien au contraire. Pour ce qui concerne l e9glise tout d abord, il est vrai que sa fortune est colossale, mais la plus grande partie de celle-ci se compose de terres et de tresors a caractere religieux voire culturel ,donc difficilement realisables: on voit mal une quelconque autorite se mettre a vendre des candelabres et des crosses en or massif, des icones plus ou moins miraculeuses ou des etendues de terrains deserts Une autre partie est constituee d une fortune immobiliere (immeubles) a Athenes ou ailleurs, qui est en principe (tres favorablement) taxee: le0, on pourrait donc faire mieux L e9glise de Grece n est pas, comme le vatican, proprietaire ou actionnaire de banques, d industries, ou de compagnies petrolieres. Au niveau individuel toutefois, on pourrait s interesser aux fortunes personnelles ou a celles de la famille de certains pretres et prelats, il y aurait une serieuse recolte a faire En resume, une taxation normale collective et individuelle de l eglise et de ses membres, apres evidemment separation de l eglise et de l Etat (qui reste a faire) rapporterait certes des revenus fiscaux supplementaires, mais ne resoudrait de loin pas les problemes de la dette hellenique Quant aux armateurs, permettez-moi de vous dire qu ils rele8vent largement de la le9gende qui a entoure9 les prsonnages comme Niarchos, Onassis, et autres magnats. Les compagnies d armement maritime actuelles sont des multinationales, dont les sieges sociaux sont hors de Grece (notamment e0 Londres), donc hors de portee du fisc hellenique,et par ailleurs relativement anonymes. Leurs navires ont souvent 3 ou 4 pavillons interchangeables Je suis pour la justice fiscale, mais a l heure actuelle je pense qu il faudrait faire tout ce qui est possible pour les ramener quelque peu vers la Grece, et surtout redonner aux jeunes Grecs la vocation de la mer qu ils ont largement perdue,et qui pourrait leur procurer des emplois La question des privileges constitutionnels est par ailleurs un mythe tenace, qui date en fait de la periode des colonels. Ces derniers avaient en effet prevu (non sans un certain bon sens d ailleurs) des conditions tres favorables pour les navires revenant au pavillon hellenique. Des ameliorations potentielles donc, mais pas de miracle en vue



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Das Linksbündnis Syriza hat die Parlamentswahl in Griechenland klar gewonnen. Nach Auszählung von 99,5 Prozent der Stimmen kommt Syriza auf 36,4 Prozent. Das entspricht 149 von 300 Parlamentssitzen. Die absolute Mehrheit hat die Partei um Alexis Tsipras knapp verfehlt.

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