05. Januar 2015  00:00

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Mindestlohn

Fußballgott bewahre!

Millionen sollen von ihm profitieren. Der Mindestlohn. Dabei bedroht er eine geliebte Branche.

Von Felix Köhler

Des Deutschen bester Freund taumelt. Unser geliebter Fußball. Die armen Kicker hatte bei der EinfĂŒhrung des Mindestlohns anscheinend niemand auf dem Zettel. Vor allem unterklassige Vereine stolpern ĂŒber die ĂŒberraschende GesetzesĂ€nderung. Da fragt man sich doch, warum sie keiner vorgewarnt hat?! Also mal ehrlich. HĂ€tten sie rechtzeitig Bescheid gewusst, hĂ€tten sie doch ihre VertrĂ€ge angepasst. Einer der grĂ¶ĂŸten deutschen Arbeitgeber brutal von hinten weggegrĂ€tscht.

Laut neuem Gesetz kriegen die Spieler, die mindestens 250 Euro verdienen, nicht gleich mehr Geld. Das bedeutet im Umkehrschluss also, dass sie weniger Stunden arbeiten mĂŒssen. Bei besagtem Mindestgehalt sind das 29 Stunden. Im Monat. So kann kein semi-professioneller Liga-Alltag funktionieren. NatĂŒrlich wird da bei vielen die Forderung nach einer Umverteilung der Gelder laut. Die Kleinen wollen was vom Kuchen abhaben. Völliger Quatsch.

Knallharte Fakten verdeutlichen die heikle Lage: Mit lĂ€cherlichen 843 Millionen Euro fĂŒr SpielergehĂ€lter mĂŒssen sich die Bundesligisten ĂŒber Wasser halten. 843 Millionen. Mehr nicht. Und die beschweren sich doch auch nicht. Nehmen wir den FC Bayern MĂŒnchen. Alle meinen, denen geht es doch so gut, die könnten doch was abgeben. WĂŒrde jeder Spieler auf den erheblichen Bruchteil seines Gehaltes verzichten, könnte man damit zwar die ganze Bezirksliga finanzieren, aber was wĂ€re das fĂŒr eine Zumutung. Erstrecht fĂŒr unsere WM-Helden.

Die meisten wissen zum Beispiel auch gar nicht, wie unverschĂ€mt teuer es mittlerweile ist, minderjĂ€hrige Prostituierte zum Schweigen zu bringen. Fragen sie mal Franck RibĂ©ry. Oder was wĂ€re aus Ulli Hoeneß geworden? Ein Mann mit seinen Verdiensten fĂŒr eine ganze Nation hĂ€tte dann tatsĂ€chlich die gesamte Dauer seiner rechtskrĂ€ftig angeordneten Haftstraße hinter Gittern absitzen mĂŒssen. Kaum auszudenken.

5000 Euro. Etwa so viel verdient ein Drittliga-Profi monatlich. Warum das Geld zum Fenster rauswerfen, wenn man es sinnvoll einsetzen kann? In Kloppos Haartransplantation beispielsweise. Vor allem in Zeiten des HD-Fernsehens eine kluge Investition. Welcher Fan will sich schon den Samstagnachmittag mit einer Halbglatze am Spielfeldrand versauen. Niemand. Und wenn niemand zuschaut, kann auch niemand an Werbeeinnahmen verdienen. Ein echter Teufelskreis.

Also, liebe Bundesregierung - jetzt seid Ihr am Ball. Setzt Euch noch mal zusammen und ĂŒberlegt Euch eine vernĂŒnftige Lösung. Rettet den Deutschen Fußball! Allein schafft er es nicht.



Bisherige Kommentare

Yosef   13.02.2016, 17:35:01 Uhr

wo dr. john die finger drin hat.. poor etta\'s dead and goenfelt me here to sing her songpretty little girl with the red dress onpoor etta\'s dead and gone..



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