25. November 2014  09:10

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Garage 10

Wenn Professoren zu Rockstars werden

Oldschool oder Newschool - das ist hier die Frage. Die Frage, die sich die Journalismus und Public Relations (JPR)-Professoren der WestfĂ€lischen Hochschule Gelsenkirchen vergangenen Mittwoch stellten. In der „Night of the Profs“ standen sie ausnahmsweise nicht vor der Tafel, sondern hinter dem DJ-Pult.

Von Christina Denzler

Die Vorfreude auf das Spektakel war bei Studenten und Professoren gleichermaßen groß. Bei Letzteren war sie zudem aber gespickt mit einem Schuss Aufregung und einer Prise Unsicherheit. Schließlich standen die Teilzeit-Entertainer diesmal selber an den Turntables. Die „Night of the Profs“, organisiert von der Fachschaft des JPR-Instituts, fand bereits zum zweiten Mal statt. Aufgrund des Erfolgs im letzten Jahr waren die Erwartungen an die Neuauflage dementsprechend groß.

::Professoren unter Leistungsdruck::

Um diese erfĂŒllen zu können, hatte sich jeder der sechs DJ-Neulinge Gedanken gemacht, wie er das Publikum in der Gelsenkirchener GARAGE 10 fĂŒr sich gewinnen kann. FĂŒr Dr. Pelikan, der die Professoren betreute und nach Ihnen an den Reglern stand, ist das kein Problem. Er ist jung, weiß was seine Altersgenossen mögen und als DJ in der Musikwelt zu Hause. Was aber spielen DJs, die zum einen kaum Erfahrung haben und sich zum anderen zwei bis drei Generationen vom Publikum unterscheiden? Die Professoren Christine Fackiner, Kurt Weichler, Rainer Janz, Matthias Degen, Stefan Weinacht und Martin Liebig stellten sich genau dieser Herausforderung.

::Wenn Udo gegen Kanye antritt::

Die Playlists hĂ€tten unterschiedlicher nicht sein können. WĂ€hrend die einen auf urbane Beats aus Übersee setzten, fuhren andere mit Klassikern und Hits aus ihrer eigenen Jugend auf. Eine der wohl gegensĂ€tzlichsten Linien verfolgten Matthias Degen und Rainer Janz. Hip-Hop vs. Schlager. Neu vs. alt. Beides fand seine AnhĂ€nger. „Ich fand es ziemlich cool, dass Herr Janz Songs wie „Atemlos“ oder „Ich war noch niemals in New York“ gespielt hat. Da kann einfach jeder mitsingen“, schwĂ€rmt Drittsemester Christoph Meier. Auch Janz selber war zufrieden mit seiner Leistung: „Ich glaub, ich hab fĂŒr ordentlich Stimmung gesorgt.“ Die tobende und tanzende Menge gab ihm Recht.

::Über Geschmack lĂ€sst sich nicht streiten::

Trotzdem gingen die Meinungen auseinander. So zum Beispiel bei Laura Bothorn aus dem fĂŒnften Semester: „Mir gefiel das Set von Matthias Degen am besten. Er hat mit Jay-Z, Kanye West & Co. genau meinen Geschmack getroffen. Schlager ist nicht so meins.“ Getanzt haben die Studenten schlussendlich aber zu allem.

Abschließend lĂ€sst sich die Frage, ob Altes oder Neues besser ankam, nicht eindeutig beantworten. Die Frage, ob es ein guter Abend war, jedoch schon: „Es war der Burner“, ruft ein junger Student beim Verlassen der Party und stolpert Richtung Taxi.



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InfoBox

Aufgabe fĂŒr die Erstsemester der Schreibwerkstatt von Prof. Dr. Matthias Degen war es, einen Bericht ĂŒber die "Night of the Profs" zu schreiben. Das haben wir zum Anlass genommen, einen kleinen Wettbewerb daraus zu machen.

Der Preis: Der Sieger-Text landet auf buerpott. Aus all guten Ergebnissen haben wir uns das beste rausgepickt. Gewonnen hat Christina Denzler, unsere Austauschstudentin aus der Schweiz.

Kurt Weichler schnappt sich unter dem Beifall seiner Kollegin Christine Fackiner das Mikro.

Matthias Degen weiß, welche Knöpfe er drĂŒcken muss.

Der Lehrer wird zum SchĂŒler: Stefan Weinacht und Patrick Rajnowski (aka Dr. Pelikan).

Auch Martin Liebig hat Spaß an seiner ungewohnten Rolle.

Die Studenten feiern zu den Hits ihrer Professoren.

Rainer Janz mischt sich nach seinem Auftritt unter die tanzwĂŒtige Meute.

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