22. Januar 2014  10:50

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Gelsenkirchen Städteranking

Hauptstadt der Faulen

Im vergangenen Jahr hat der Mathematiker und Investmentbanker Gerharld H√∂rhan f√ľr sein Buch "Null Bock Komplott" die 50 gr√∂√üten St√§dte Deutschlands nach Flei√ü und Faulheit bewertet. Gelsenkirchen soll demnach die faulste Stadt sein.

Von Julia Groll, Hanna Boss und Doreen Kulas

"Liebe Gelsenkirchener, ihr seid eindeutig die faulsten hier." Wer möchte sich eine solche Aussage schon gefallen lassen? Buerpott hat sich einmal umgehört, wie die Gelsenkirchener das rechtfertigen.

Hier gibt es auch unseren Artikel zum Thema.



Bisherige Kommentare

David Peters   22.01.2014, 17:42:29 Uhr

Liebe Buerpott-"Redaktion",

mit Entsetzen habe ich mir heute die "Buerschau" angesehen.

Was meine ehemaligen Kommilitonen da produziert, ins Netz gestellt und via facebook verbreitet haben, hat mich als Absolvent des Instituts und als Gelsenkirchener tief beschämt.

Mit angewandtem Journalismus hat diese "Umfrage" aus meiner Sicht nichts zu tun. Der auf der Seite angek√ľndigte Artikel zum Video fehlt, und den knappen begleitenden S√§tzen t√§te eine Rechtschreibpr√ľfung gut.

Es stimmt, vor einiger Zeit ver√∂ffentlichte der √∂sterreichische "Wissenschaftler" und selbsternannte "Investmentpunk" Gerald H√∂rhan ein Ranking, in dem er die "faulste Stadt Deutschlands" ermittelte. Ergebnis: Von den 50 untersuchten St√§dten w√ľrden in Gelsenkirchen die faulsten Einwohner leben und in M√ľnchen die flei√üigsten. Und wieder einmal wurden die sattsam bekannten Indikatoren ins Feld gef√ľhrt.

Fest steht, die Rangfolge ist durch den Vergleich der Einkommen, Krankheitstage, Schulabg√§nger ohne Abschluss und Zahl der privaten Schuldner entstanden. Aber leitet sich daraus automatisch Faulheit ab? Mit dieser Frage h√§tten sich die "Redakteure" meines Erachtens nach besch√§ftigen m√ľssen.

Zahlreiche Medien griffen die Rangliste auf, stellten dabei jedoch häufig auch deren wissenschaftlichen Wert in Frage: "Faul oder Foul?", titelte zum Beispiel die Frankfurter Allgemeine.

Trotz aller objektiven Schwierigkeiten, die es in Gelsenkirchen gibt - hier leben fleißige und mutige Menschen, die es nicht nötig haben, sich von so genannten Wissenschaftlern etwas erzählen zu lassen. Leid tun mir vor allem die Menschen, die in der "Umfrage" zu Wort kommen, darunter leider ebenfalls ein Absolvent des Instituts...

Ich kann nur annehmen, dass der f√ľr "Buerpott" zust√§ndige Professor meine Meinung teilt. Ich kann ebenfalls nur annehmen, dass es sich bei dem Werk um keine Pr√ľfungsleitung handelt...

Sollte es sich bei dem Beitrag um Ironie handeln, dann habe ich sie leider nicht verstanden.

Mit freundlichen Gr√ľ√üen,

David Peters



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