02. Juni 2013  00:00

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Schalker in Dortmund

Königsblaue Dortmunder

Auf der Terrasse des Vereinsheim „Flora“, mit Blick auf die Schrebergärten mit ihren schwarz-gelben BVB-Fahnen und den Florianturm, sitzt der „Blau-Weiße Stachel“ – ein Schalke-Fanclub mitten in Dortmund. Die Mitglieder treffen sich regelmäßig und unterstützen ihren Lieblingsverein.

Von Karin Reimer

„Die hässlichen Fahnen sehen wir gar nicht mehr“, scherzt ein Mitglied. 80 Frauen und Männer zählt der Fan-Club in Dortmund. Jeden letzten Freitag im Monat treffen sie sich und tauschen sich aus, essen und trinken gemeinsam. Die Stimmung ist familiär – da dürfen auch mal Sticheleien nicht fehlen. „Wir sind immer sehr lieb zueinander“, sagt Ralf Barsmann, Vorstandsmitglied, und lacht.

„2001, am null-vierten November, haben wir den Fanclub gegründet“, erzählt Barsmann. „Als ich in Liverpool bei einem BVB-Spiel den Banner „BVB-Fans Gelsenkirchen“ gesehen habe, habe ich mich in meiner Ehre gekränkt gesehen“, erzählt der gebürtige Gelsenkirchener und lacht. Da habe dann das Dortmunder Pendant hergemusst. Ralf Barsmann ist schon rumgekommen – geboren in Gelsenkirchen, aufgewachsen im Emsland und nun berufstätig ausgerechnet in der „verbotenen Stadt“.

:: Durch Banner in der Veltins-Arena bekannter geworden ::

In den letzten fünf Jahren habe der Fanclub aber immer mehr Aufmerksamkeit erhalten: „Durch unseren Banner in der Veltins-Arena sind wir auf jeden Fall bekannter geworden, auch das mediale Interesse an uns ist dann gestiegen“, erinnert sich Ralf Barsmann.

Im Stadion seien die Reaktionen „durchweg positiv“ gewesen. In Dortmund habe es aber schon die einen oder anderen Sticheleien gegeben. „Das ist aber völlig in Ordnung, solange es nicht beleidigend wird.“ Wegen einiger Beleidigungen habe man auch schon Beiträge aus dem Gästebuch löschen müssen.

:: Aus dem Schwarzwald in den Ruhrpott ::

Auf dem Stammtisch des „Blau-Weißen Stachels“ merkt man: Die Mitglieder sind stolz auf ihren Fußballverein und auf den Fanclub. Fast jeder trägt blau. „Schalke hat auch international viele Fans und das ist nicht vom Erfolg abhängig“, so Hilmar Schmülling aus dem Vorstand. Er kommt ursprünglich aus dem Schwarzwald und erinnert sich: „Mein Vater war mit Berni Klodt, einer der bekanntesten Schalker, befreundet. Er hat damals immer von seiner Zeit bei Schalke und von der Weltmeisterschaft erzählt.“ So wurde seine Leidenschaft für den Gelsenkirchener Verein entfacht. „Damals war ich somit ein echter Exot, fast alle in meiner Umgebung waren nämlich Fans des Karlsruher SC.“

Schmülling, der auch bei den Auslandsspielen immer dabei ist, ist der festen Überzeugung: „Die Schalke-Fans sind außergewöhnlich. Ich war schon in fast allen Stadien. Jedes Jahr bekommt der FC Schalke rund 15 000 neue Mitglieder, auch ohne Titel.“

:: Bekehrung ist zwecklos ::

Zu den neuen Mitgliedern zählt auch die Familie Gebert: Vor gut einem Jahr traten Susanne und Ulrich Gebert, zusammen mit ihrem Sohn Jonas aus Castrop-Rauxel dem „Blau-Weißen Stachel“ bei. „Unser zweiter Sohn ist nicht ganz so fußballbegeistert“, erzählt Ulrich Gebert. „Noch nicht“, ergänzt die gebürtige Dortmunderin Michaela Brenner und lacht. „Mein Nachbar hat schon versucht, mich zu bekehren und hat mich auf ein BVB-Spiel mitgenommen. Und dann hat Hansa Rostock, ebenfalls in blauen Trikots, gewonnen. Seitdem darf ich nicht mehr mitkommen“, erzählt Ulrich Gebert.

Die nächsten Monate dürften, zumindest fußballtechnisch, ruhig werden. Bis August hat die Bundesliga Sommerpause. Ob da Langeweile aufkommt? „Unsere Jugendmannschaften sind ja derzeit sehr erfolgreich. Die A- und B-Jugend-Mannschaften des FC Schalke stehen im Halbfinale und das schauen wir uns auf jeden Fall an“, so Schmülling. Generell könne Schalke stolz sein auf den Nachwuchs: „Leon Goretzka, der ja als Jahrhundert-Talent gilt, kommt mit seinen 18 Jahren zu Schalke und darauf freuen wir uns hier alle.“ Und vielleicht klappt es mit ihm dann ja auch mal mit der Meisterschaft ...



Bisherige Kommentare

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Versuchen noch, den Sohn zu bekehren: Susanne Gebert (links), Dortmunderin Michaela Brenner und Ulrich Gebert.

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