24. November 2012  09:08

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Bueraner Weihnachtsmarkt

Wenige VerÀnderungen

Es wurde Licht. Zwei Kinder, stellvertretend fĂŒr alle Gelsenkirchener Kinder, drĂŒckten Donnerstag auf einen Knopf auf der BĂŒhne und es wurde Licht. Um 17 Uhr ist es dann offiziell: Der Bueraner Weihnachtsmarkt, unter dem Motto „Welt der MĂ€rchen“, ist eröffnet.

Von Karin Reimer

Das Wetter ist zwar noch nicht ganz so weihnachtlich, dennoch sorgen Weihnachtslieder, die Beleuchtung und der Geruch von GlĂŒhwein und gebrannten Mandeln fĂŒr Weihnachtsstimmung in der Buerschen City.


Hier geht's zum buerpott-Videobericht ĂŒber die Weihnachtsmarkt-Eröffnung mit noch mehr Impressionen und Stimmen vom Donnerstag.


Der Weihnachtsmarkt war in Kritik geraten. Trotz guter Zahlen fĂŒr den Einzelhandel wollte die Werbegemeinschaft (WG) Buer ihr Konzept ĂŒberdenken. Es hieß, es habe zu viele ImbissstĂ€nde gegeben, zu wenig Kunsthandwerk und auch die MĂ€rchenhĂŒtten seien nicht mehr schön gewesen. Geht man dieses Jahr ĂŒber den Weihnachtsmarkt, sieht der Besucher viel Gastronomie, wenig Kunst und die alten MĂ€rchenhĂŒtten. Eine VerĂ€nderung sieht anders aus:

„Das Ganze ist ein Prozess, man kann nicht alles auf einmal verĂ€ndern", so Josef Bathen, einer der Vositzenden der WG Buer. "Wir sind aber mit allen Parteien im GesprĂ€ch und möchten auch die Seitenstraßen und die Domplatte mehr involvieren. FĂŒr 2013, nach dem Ausbau der Kulturmeile, sind neue Veranstaltungen mit den Seitenstraßen geplant“, ergĂ€nzt er. „Das Besondere" an dem Weihnachtsmarkt dieses Jahr sei, dass acht KindertagesstĂ€tten hier das Programm gestalten. "Wir brauchen keine Superlativen, wie etwa ein Höhenfeuerwerk, wir setzen auf unsere Zukunft“, fĂŒgt er hinzu, wĂ€hrend eine Gruppe von Kindern ein Weihnachtslied, umgedichtet zum Buer-Lied, singt.

:: Volle Hochstraße, leere Domplatte ::

An einem GlĂŒhweinstand steht eine Gruppe an einem Standtisch. Dort wird ĂŒber den Weihnachtsmarkt diskutiert: „Ich finde den Weihnachtsmarkt, wie immer, gut“, sagt der 66-jĂ€hrige Manfred Raderkopp. Er rĂ€umt aber auch ein: „Mehr Kunsthandwerk wĂ€re schön.“ „In Essen gibt es mehr WeihnachtsmĂ€rkte mit Kunsthandwerk. Und: Die MĂ€rchenhĂŒtten sind ja auch ein wenig in die Jahre gekommen“, fĂŒgt Antje Kleinschulte, 54, hinzu. Dennoch sei sie mit dem Bueraner Weihnachtsmarkt im Ganzen zufrieden. Ihre Tochter Julia Kleinschulte, 19, gehe lieber mit ihren Freunden ĂŒber den Essener oder Kölner Weihnachtsmarkt. Da sei einfach mehr los. Der 61-jĂ€hrige Hubert Kneip wĂŒnscht sich eine Einbeziehung der Domplatte: „Es ist wie immer; eine VerĂ€nderung wĂ€re ganz schön. Man sollte die Domplatte mehr einbeziehen.“ Auch die 25-jĂ€hrige Stella Salzmann, die an einem Obststand in der Hochstraße arbeitet, habe von vielen Besuchern gehört, dass am Dom etwas fehle.

:: GesprÀche zwischen der ISG Domplatte und der WG Buer ::

In der Tat: Kommt der Besucher von der Hochstraße auf die Domplatte, wird es leerer und ruhiger. Ein GlĂŒhweinstand, eine Bude, die Mandeln und Lebkuchen anbietet, und eine Ponybahn befinden sich dort. Das Problem ist Sigbert Panteleit, Sprecher der Immobilien-und Standortgemeinschaft (ISG) Domplatte, bekannt: „Wir sind ja nicht der Veranstalter des Weihnachtsmarkts. Die Domplatte ist im öffentlichen und kirchlichen Besitz. Jeder Weihnachtsmarktveranstalter ist willkommen und wir stellen alles zur VerfĂŒgung. Die Domplatte braucht noch Zeit, um sich als Standort zu etablieren.“ Man besuche derzeit Tagungen fĂŒr WeihnachtsmĂ€rkte, um fĂŒr Buer und Gelsenkirchen als Standort zu werben. „Ich bin der Meinung, dass wir das schönste Weihnachtslicht in der Region haben“, fĂŒgt Panteleit hinzu. Zudem sei die Domplatte die historische Mitte von Buer: „Wir befinden uns hier in einem emotionsbeladenen Bereich.“ Er betont außerdem: „Wir sind mit der Werbegemeinschaft Buer im intensiven GesprĂ€ch.“

„Mir gefĂ€llt der Weihnachtsmarkt ziemlich gut. Hier ist es doch ganz schön“, sagt der 19-jĂ€hrige Kevin Schimanski, wĂ€hrend er durch die Hochstraße schlendert. Die Meinungen sind geteilt.



Bisherige Kommentare

Fransisco   25.12.2013, 18:22:18 Uhr

Guten Morgen Claudine!Du bist schon fleissig gweseen! Ich bin von der gestrigen d6dnis am Markt irgendwie noch so erschlagen gweseen, dass ich mich erst jetzt wieder an den Compi geschleppt habe. Das einzige was meine Laune gestern gerettet hat, war den Stand mit Dir zu teilen. Danke nochmal, dass Du mitgekommen bist! Was haben wir daraus gelernt? Wenn Google etwas nicht findet, dann findet\'s auch sonst keiner. Hab gerade nochmal geschaut: wenn man Markt Eigenbau eingibt, kommen genau drei Hits. Einer davon ist Dein Blogeintrag. Die anderen sind die URL selbst und ein Facebook Eintrag. Keine Presse, nix. Hab einen schf6nen Sonntag!Eva



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Bis zum 23. Dezember können MÀrchen-Fans den Bueraner Weihnachtsmarkt besuchen.

An Wochentagen ist er von 10 bis 20 Uhr geöffnet, an Sonntagen von 14 bis 20 Uhr. Am Sonntag, 16. Dezember, findet der verkaufsoffene Sonntag statt. Dann öffnen die StÀnde bereits um 13 Uhr.

"Wir brauchen keine Superlative" - Josef Bathen.

Blickt optimistisch ins nÀchste Weihnachtsjahr - Sigbert Panteleit.

Eine HĂŒtte im "MĂ€rchenwald".

Im Großen und Ganzen zufrieden - Hubert Kneip (v.l.), Manfred Raderkopp, Antje und Julia Kleinschulte.

WĂ€hrend in der Hochstraße viel los ist...

...ist es auf der Domplatte leer.

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