04. Februar 2012  00:00

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Berufsberater Johannes Wilbert

Kompetenzen „ent“-decken

Der Tisch sieht nach Arbeit aus: eine Flasche Wasser, unzählige Kaffeebecher und bunt gemischte Informationsflyer. Die Sonne steht schon tief, als der Berufsberater Johannes Wilbert seine Brille absetzt und die Arbeit mit der 19-jährigen Sarah beendet. Vier Stunden hat es gebraucht, um Sarahs Interessen zu analysieren und gemeinsam Ideen für den kommenden Studienweg zu entwickeln.

Von Anna Rewer

Johannes Wilbert ist seit elf Jahren Berufsberater mit Leib und Seele in Gelsenkirchen und Umgebung. Immer wieder stellt er Jugendlichen die Frage: „Wo stehst du und wo möchtest du hin?“ Lange war Wilbert in der Modebranche tätig, befasste sich mit Produkten und wenig mit dem Menschen. „Das Erleben eines Menschen, steht jetzt für mich im Vordergrund“, sagt er überzeugt. Der Berufsberater sieht seine Aufgabe darin, Jugendlichen, die die Oberstufe besuchen, bei ihrem persönlichen Einstieg in die Berufs- oder Studienwelt zu helfen. Er definiert, in Zusammenarbeit mit den Schülern, Richtungen, die sie in Zukunft gehen könnten. Wilbert sagt, dass das Ziel erreicht ist, wenn ein persönlicher Evaluierungsprozess stattgefunden hat.

:: Die Methode des EMMA-Stoffs ::

„Ich habe mich mit dem auseinandergesetzt, was ich kann und mit dem, was ich machen möchte“, sagt Sarah Est, Schülerin der Gesamtschule Buer-Mitte. Im Gespräch mit dem Berufsberater zeichnete sie Mind-Maps, um ihre Interessen zu ordnen und sinnvoll miteinander zu vereinen.

Der Tisch ist gesäumt mit unterschiedlichsten Unterlagen. Überschriften wie „Interessensgruppen“ oder „Persönliche Eigenschaften“ betiteln die Papiere. Noch ungeordnete Ideen fügen sich in Baumdiagrammen und Organigrammen zusammen: „Der sogenannte EMMA-Stoff“, sagt Wilbert: „EMMA für erzähl-mir-mal-alles“, fügt er hinzu und lächelt.

:: Potenziale erkennen und Perspektiven entwickeln ::

Der Berufsberater arbeitet mit verschiedenen Interessensgruppen, bei denen der Schüler im Mittelpunkt steht. Je größer die Überschneidung zwischen „was kann ich“ und „wie werde ich gebraucht“ , desto besser. Würde Wilbert seine Aufgabe in fünf Worten erklären müssen, dann würde er sagen: „Potenziale erkennen und Perspektiven entwickeln.“

Johannes Wilbert gehört mit seinem „Institut zur Berufsberatung“ dem Berufsberaterregister an. Er führt ein eigenes Büro und berät selbstständig. In den Schulen von Gelsenkirchen, Bottrop und Gladbeck ist er seit September 2009 bekannt. Denn dort referiert er zum Thema Berufs- und Studienwahl. Nach diesen Vorträgen bekommen die angehenden Abiturienten die Möglichkeit, sich für einen Workshop anzumelden. Während sich das individuelle Einzelcoaching durch „Mundpropaganda“ herumspricht.

FĂĽr heute beendet er seine Arbeit: Sarah ist zufrieden, die Stunden mit Johannes Wilbert haben sie auf ihrem Weg zum Studium weitergebracht.



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