11. Dezember 2010  00:00

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Erdan Tasdemir

"Einen guten Döner erkennt man an der Farbe"

Geschlagen wird er höchstens noch von der Currywurst: Der Döner. Kaum ein Imbiss ist so beliebt in Deutschland. Erdal Tasdemir ist Geschäftsführer des Sultan Saray, dem türkischen Restaurant an der Ecke Buer Rathaus/ Goldbergplatz. Seit 35 Jahren ist seine Familie im Döner-Geschäft.

Von Robert SchĂĽtz

Es herrscht reger Betrieb in dem Eckrestaurant am Goldbergplatz. „Mit allem?“ fragt der Verkäufer hinter der Salattheke den jungen Mann der gerade durch die Musikvideos im Fernsehen neben der Eingangstür abgelenkt ist. „Ähm, ja mit allem“, antwortet der hungrige Gast. Der Verkäufer füllt die Döner-Tasche, mit allem. „Der Chef ist in der Küche“, sagt er „Ich ruf ihn mal.“ Erdal Tasdemir kommt aus der Küche und tritt vor die Theke. „Was willst du trinken? Tee? Alles klar.“ Er setzt sich an einen der Tische und deutet der Bedienung an Tee zu holen.

:: Sultan Saray hat sich durchgesetzt ::

Seit knapp zwei Jahren ist er Geschäftsführer des türkischen Restaurants Sultan Saray. Eigentümer sind seine Eltern. „Vor 35 Jahren hat mein Vater hier in Gelsenkirchen den ersten Topkapi Grill aufgemacht. Seit dem ist meine ganze Familie im Geschäft“, erklärt Tasdemir. Er selbst hatte auch einen eigenen Laden. Das Alibaba in der Gelsenkirchener Innenstadt. Nach neun Jahren musste er Insolvenz anmelden. „Ich habe mich verkalkuliert. Aber ich habe aus meinen Fehlern gelernt“, berichtet er. „Wenn ich irgendwann das Sultan Saray von meinen Eltern übernehme, passiert das nicht noch mal.“

Das Geschäft läuft sichtbar gut. „Das muss es auch, wegen der hohen Pacht“, erzählt Tasdemir. Die Konkurrenz war früher ein Problem. Doch heute findet man kein anderes Döner-Restaurant in der Goldbergstraße. „Die haben wir beseitigt“, berichtet er. „Also aufgekauft.“ Ein Jahr hat die Familie Tasdemir die Läden übernommen bis neue Eigentümer gefunden wurden. Jetzt hat das Sultan Saray das Döner-Monopol in der Goldbergstraße.

:: Was macht einen guten Döner aus? ::

„Man kann die Qualität eines Döners schon mit den Augen erkennen“, erklärt der Fachmann. „Ein guter Döner hat viele dünne Scheiben übereinandergelegt. Sieht man viele größere Flächen dann ist das Hackfleisch.“ Auch die Farbe ist ausschlaggebend. „Je heller der Döner, desto mehr Kalbsfleisch ist drin.“ Das ist teuer deswegen wird daran oft gespart. „Wir machen unseren Döner mit 25 bis 30 Prozent Hackfleisch“, berichtet er. „Der Rest sind Kalb und Rindscheiben.“ Sieht der Döner nicht gut aus, würde Tasdemir lieber die Finger davon lassen. „Viele kleine Läden bieten Döner für zwei Euro oder weniger an“, sagt er. „Wer da noch Gewinn machen will muss viel Hackfleisch nehmen. Und viel Hackfleisch bedeutet ein höheres Risiko ungesundes Fleisch zu verwenden.“

:: Die Leidenschaft: der FuĂźball ::

Neben dem Döner Geschäft hat Tasdemir noch eine weitere Passion: den Fußball. Und ein ungewöhnliches Talent. „Ich kann die Ergebnisse aller Heimspiele von Schalke zu 95 Prozent sicher vorher sagen“, berichtet er stolz. „Viele Kunden kommen extra her um einen Spieltipp zu ergattern.“ Er selbst macht aber keine Fußball-Wetten. „Aber vielleicht sollte ich das mal machen“, scherzt Tasdemir. Die Bedienung hinter Theke versichert ebenfalls schon Geld mit den Tipps ihres Chefs verdient zu haben. Nur Ergebnisse von Auswärtsspielen sagt er nicht voraus. Warum? „Auswärts sind die Schalker oft scheiße. Da würde ich mich unbeliebt machen.“



Bisherige Kommentare

mustafa   24.03.2013, 22:04:28 Uhr

Erdal abi nasilsin beni tanidinmi sindbbad grill de beraber calismistik

Shatrex   13.02.2016, 18:52:50 Uhr

Hi T,No stop signs! Not stopping at red ltgihs! You as a pedestrian are seriously at a disadvantage. If your walking it seems you might want to strap on some bumpers on your butt and go for it. Driving your new car seems like a roll cage is in order. That style of driving and walking is a big change from what your used to. To adapt is to conquer and change always brings new challenges and if I know you, all will be done quite swiftly.Throwing food away! You and I come from family\'s were as that was and is a big no-no. Here in Sharon Hill food never gets thrown away. As with you we cook for our immediate need. Anything left over gets frozen for future use. Frustration leads to confusion and confusion leads to indecisive decisions both which are not a part of you. I am confident that you will conquer your new challenges and move on for the next adventure.Clothes that\'s another Jerry Springer Show . Different cuts on everything, you find in here State Side, so I can imagine what your going through with the fitting process. Hey, you could always just wear a Sun Dress 8-) nah, that\'s not you either. Well T., we in Sharon Hill love it so keep it coming! When in Rome, do as the Rome\'s do .Always,Artie



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An der Ecke Buer Rathaus/Goldbergplatz steht das tĂĽrkische Restaurant

Der Sultan Saray bietet reichlich Sitzgelegenheiten

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