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SCHNELLRESTAURANT

Sultan von Buer

Es riecht nach Fleisch und schwarzem Tee. Türkische Musik untermalt das Aufeinanderklacken der Teller, das Schärfen eines Messers, das Zuklappen eines Kühlschranks und die Gespräche, die aus der Küche in den Raum hallen. Die Gäste des Restaurants sitzen gelassen an dunkelbraunen Holztischen auf den dazu passenden Stühlen mit bordeaux farbigen Satinpolstern.

::   VON    SIMON SCHWARZ   ::

16.1.09, 00:00   Der Verkehr schiebt sich zäh in alle Richtungen. Bahnen und Busse kreuzen die Sicht. Fußgänger eilen an den großen Fenstern des Sultan Saray vorbei. Die Gedanken dürfen hier abschweifen, denn die Hektik von draußen wird an der Tür abgegeben.

:: Wiedersehensfreude ::

»Bei mir sind alle Kunden willkommen«, sagt Ilgen Ali. Am Liebsten sind ihm solche, die wissen, was sie wollen und denen die Atmosphäre gefällt. Der 38 Jährige ist der Stellvertretende Chef des Schnellrestaurants Sultan Saray, das seit vier Jahren am Goldbergplatz existiert. Davor führte die Schwester des Chefs eine Imbissbude am Hauptbahnhof. Das heutige Restaurant wurde aus einem alten Gebäude komplett neu gestaltet.

Herr Ali arbeitete vorher am Flughafen und bei Topkapi, einem anderen Restaurant. »Daher kennen mich auch viele der Gäste, die nicht nur zum Essen hier her kommen, sondern auch um mich wiederzusehen und sich mit mir zu unterhalten«, sagt er. Bei der Arbeit lernt er fast täglich neue Menschen kennen und daraus können sich auch mal Bekanntschaften entwickeln. Drei Festangestellte und vier bis fünf Aushilfen halten den Laden am Laufen. Ilgen Ali ist trotz seiner Teilzeitbeschäftigung jeden Tag da, um nach dem Rechten zu sehen.

:: Ein besonderer Geschmack ::

An seiner Arbeit schätzt er, den ständigen Kontakt zu Menschen und auch, dass die Zeit dabei schnell vergeht. Zeit ist ein entscheidender Faktor bei Sultan Saray, weil laut Ali hier alles selbst produziert wird. Freitags und samstags und besonders abends ist hier am meisten los. Dann werden wie auch unter der Woche oft Döner und Grillgerichte bestellt. »Die Gerichte sind alle frisch. Und die Zubereitung auf Holzkohle ergibt den besonderen Geschmack«, erklärt er.

Wer diesen Job gut machen möchte, sollte höflich, gepflegt und auf Leute zu gehen können, rät Ali. Besonders der Blickkontakt sei wichtig, um einen netten Eindruck zu hinterlassen.

»Und wer was erreichen will, muss auch viel arbeiten«, sagt er.

:: Unerwartete Emotionen ::

An einem Ort, an dem sich täglich so viele Gäste aufhalten erlebt man auch Unerwartetes.

Eines Abends stürzte eine betrunkene Frau mit ihrem Kind in das Restaurant – verfolgt von der Polizei. Diese überwältigte sie kurzer Hand und führte sie ab. Jedes Mal, wenn Herr Ali bei der Arbeit Polizei sieht, taucht jener Abend vor seinen Augen auf.

Noch emotionaler wurde es, als ihm ein Kunde regelmäßig seine Probleme aus seinem Privatleben erzählte und dabei auch in Tränen ausbrach. »Er schüttete förmlich sein ganzes Herz aus«, so Ali.

:: Es läuft ::

Die ersten Monate lief das Geschäft ganz gut. Seit einem Jahr kann man sagen es läuft beständig, bestätigt Ilgen Ali.

Trotz des Jobs bleibt ihm noch Zeit zu entspannen, zu lesen oder etwas mit seinen Kindern zu unternehmen. Manchmal schaut er sich auch ähnliche Geschäfte an, um sich Tipps zu holen oder fährt mit dem Auto umher.



Bisherige Kommentare

yildirim   17.03.2010, 12:05:58 Uhr

nasilisn bir yerter ya ama bosver orday calaisain biri var hic cocuklerni balmiyorun adinda metin

xxx   16.07.2010, 19:35:49 Uhr

ali ich liebe dichhhhhhhhhhhhhhhhh



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Stellvertretender Chef des Sultan Saray: Ilgen Ali

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SULTAN SARAY

Türkische Spezialitäten

Tel. 0209-3611769

Goldbergplatz 7

45894 Gelsenkirchen – Buer

Angebot

Circa 75 Gerichte. Fisch-, Teig-, Grill- und Pfannengerichte vom Holzkohlegrill.

Öffnungszeiten

So. – Do. von 08.00 – 01.00 Uhr

Fr. u. Sa. von 08.00 – 03.00 Uhr

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